Ethik-Kodex

Unabhängigkeit verstehen wir nicht als Status, sondern als Praxis. Sie prägt, wie wir arbeiten und entscheiden.

Was wir wertschätzen

Künstlerische Freiheit. Programme entstehen aus künstlerischen und kuratorischen Gründen, nie aufgrund kommerzieller Zwänge oder Erwartungen von Partner:innen.
Transparenz. Wir veröffentlichen, wofür wir Mittel ausgeben. Wenn wir Unterstützung erhalten, nennen wir den Betrag und, wenn möglich, die Quelle.

Jahresberichte werden ab Januar 2027 veröffentlicht (für die Saison 2026). → Transparenz

Solidarität. Unsere Programme arbeiten mit einem solidarischen Preismodell, das Teilnahme unabhängig von der finanziellen Situation ermöglichen soll.
Lokale Verankerung. Wir arbeiten von Mijakovići aus, in Bosnien und Herzegowina. Ein Teil unserer Einnahmen geht an die lokale Gemeinschaft. Unsere Lieferant:innen sind, wo immer möglich, lokale Produzent:innen.
Langfristiges Denken. Wir streben kein schnelles Wachstum an. Wir wollen etwas aufbauen, das Bestand hat, mit oder ohne externe Förderung.

Gleichstellung und Antidiskriminierung

Zvjezdane Staze steht allen offen, unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Herkunft, Ethnie, Nationalität, Religion, Behinderung oder Alter.

Wir tolerieren keine Hassrede, Belästigung oder Verhalten, das das Wohlbefinden anderer beeinträchtigt. Programminhalte können provokant oder kritisch sein, solange sie die Würde marginalisierter Gruppen respektieren.

Mit wem wir arbeiten

Wir sind an Zusammenarbeit interessiert, aber nur auf Augenhöhe.

Partnerschaften, Austausch und gemeinsame Projekte sind willkommen, wenn sie auf Gleichberechtigung aufgebaut sind: gegenseitiger Respekt, geteilter Nutzen, transparente Vereinbarungen. Wir tauschen Wissen und Ressourcen mit denen, die nach denselben Prinzipien arbeiten.

Wir werben nicht um Förderer, Institutionen oder Partner:innen. Wir erwarten auch nicht, dass andere um uns werben. In einer Kultur der Konkurrenz, der Inszenierung und des ständigen Sich-Verkaufens glauben wir, dass Ehrlichkeit und gegenseitige Unterstützung nicht naiv, sondern notwendig sind.

Das mag idealistisch klingen. Wir glauben dennoch, dass es möglich ist, wenn Kommunikation klar und Vereinbarungen fair sind.

Wen wir nicht aufnehmen

Unsere Programme stehen Künstler:innen offen, die grundlegende Werte der Menschenwürde und des Respekts teilen. Nicht willkommen sind:

Bei Verstößen gegen diesen Kodex handeln wir, um die Würde und das Wohlbefinden aller zu schützen.

Mit wem wir nicht arbeiten

Es gibt Akteure, mit denen wir nicht zusammenarbeiten, unabhängig vom finanziellen Vorteil oder der gewonnenen Sichtbarkeit:

Wie wir entscheiden

In Grenzfällen fragen wir:

Können wir das öffentlich erklären, ohne uns unwohl zu fühlen?

Was verlieren wir, wenn wir ablehnen?

Was verlieren wir, wenn wir annehmen?

Im Zweifel lehnen wir ab.